Was ändert sich 2016 für Familien?

Was ändert sich 2016 für Familien?

Der Jahreswechsel ist nicht nur dazu geeignet, gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Zum 01. Januar 2016 wird auch eine ganze Reihe neuer Gesetze wirksam, die sich auf die verschiedenen Lebensbereiche auswirken können.

Hier sind die Änderungen für Familien:

  • Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag stellt sicher, dass das zur Bestreitung des Existenzminimums nötige Einkommen nicht durch Steuern gemindert wird. Jeder Einkommensteuerpflichtige hat Anspruch auf einen steuerfreien Grundfreibetrag, wobei sich dieser Betrag auf das zu versteuernde Einkommen bezieht. Dieser Grundfreibetrag steigt in 2016 von bisher 8.642 Euro auf 8.652 Euro. Das bedeutet, dass ein Lediger erst bei einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 8.642 Euro und Verheiratete gemeinsam bei mehr als 17.304 Euro Steuern bezahlen müssen.
  • Kinderfreibetrag: Kindergeld und Kinderfreibetrag sind eng miteinander gekoppelt und von staatlicher Seite aus eine Unterstützung für Familien, um den Grundbedarf der Kinder zu decken. Dabei gilt, entweder Kindergeld oder Kinderfreibetrag, beides zusammen ist nicht möglich.  Der Kinderfreibetrag steigt um 96 Euro je Kind (48 Euro je Elternteil). Er beträgt damit 4.608 Euro im Jahr. Der Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung bleibt unverändert. Die Summe der Freibeträge beläuft sich damit auf 7.248 Euro im Jahr für jedes Kind. Die Freibeträge wirken sich nur bei höherem Einkommen steuermindernd aus, die anderen Eltern profitieren vom Kindergeld.
  • Kindergeld: Das Kindergeld wird ab 2016 um 2 Euro je Kind und Monat erhöht. Das Kindergeld für das erste und das zweite Kind beträgt damit monatlich jeweils 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 221 Euro.
  • Steuer-ID wird beim Kindergeld Pflicht: Von diesem Jahr an muss die Steuer-ID des Kindes sowie des Elternteils, das das Kindergeld erhält, angegeben werden. Damit soll sichergestellt werden, dass für jedes Kind nur einmal Kindergeld gezahlt wird.
  • Mindestunterhalt für Kinder: Nach einem Gesetzentwurf zur Änderung des Unterhaltsrechts und des Unterhaltsverfahrensrechts soll der Mindestunterhalt nicht mehr an den steuerrechtlichen Kinderfreibetrag geknüpft sein, sondern direkt am kindlichen Existenzminimum. Zum 01. Januar 2016 gilt gemäß Düsseldorfer Tabelle 2016 für Kinder bis zur Vollendung
    • des 6. Lebensjahres ein Mindestunterhalt von 335 Euro (Zahlbeitrag 240 Euro).
    • des 12. Lebensjahres ein Mindestunterhalt von 384 Euro (Zahlbeitrag 289 Euro).
    • des 18. Lebensjahres ein Mindestunterhalt von 450 Euro (Zahlbeitrag 355 Euro).
    • Für volljährige Kinder gilt ein Mindestunterhalt von 516 Euro (Zahlbeitrag 326 Euro).

Der Zahlbeitrag ergibt sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen)

 

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