Was ändert sich 2016 für Steuerzahler?

Was ändert sich 2016 für Steuerzahler?

Im Jahr 2016 warten nach vorsichtigen Vorausberechnungen über fünf Milliarden Euro an Steuerentlastungen auf den Bundesbürger. Zugleich steigen allerdings die Sozialabgaben. Somit dürfte sich ein höheres Nettoeinkommen des Steuerzahlers nur geringfügig einstellen.

Umso wichtiger ist es deshalb, die Steuerbelastung nicht einfach so hinzunehmen, sondern sich um die Beantragung von Steuer reduzierenden Maßnahmen aktiv zu bemühen.

Hier sind die Änderungen für Steuerzahler:

  • Freibeträge 2 Jahre gültig: Arbeitnehmer können beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen, wenn sie hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen erwarten. Dieser wird dann bereits bei der monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnung berücksichtigt und nicht erst bei der Steuererklärung. Ab 01. Januar 2016 sind diese Freibeträge zwei Jahre gültig. Bisher mussten sie jährlich neu beantragt werden.
  • Unterhalt spart Steuern: Unterhaltszahlungen an den Ex-Partner, das eigene Kind oder für die pflegebedürftigen Eltern können von der Steuer abgesetzt werden. Bis zu 13.805 Euro Unterhaltskosten an den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten können als Sonderausgaben abgesetzt werden und damit um 180 Euro mehr als im Vorjahr.
  • Elektroautos von der Kfz-Steuer befreit: Die Befreiung von der Kfz-Steuer für Elektroautos fällt von bisher 10 Jahren auf 5 Jahre.
  • Kalte Progression: Die kalte Progression bewirkt eine Verringerung des Realeinkommens, wenn die Einkommenssteigerung nach Steuerabzug nicht höher ist als die Inflationsrate. Um dies einzudämmen, werden zusätzlich zum Grundfreibetrag die Eckwerte des Einkommensteuertarifs leicht erhöht.
  • Abzugsmöglichkeit von Vorsorgeaufwendungen steigen: Beiträge zur sogenannten Basisversorgung im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes können steuerlich abgesetzt werden. Im Jahr 2016 sind 82% der gezahlten Beiträge als Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar. Das steigert sich von Jahr zu Jahr um 2% – bis zum Jahr 2025 auf 100%. Der Ledige kann in 2016 bis zu 22.766 Euro aufwenden und der Verheiratete insgesamt bis zu 45.532 Euro. Bei einer Beitragsleistung in dieser Höhe reduziert sich das zu versteuernde Einkommen des Ledigen um maximal 18.668 Euro und des Verheirateten um maximal 37.336 Euro.
  • Investitionsabzugsbetrag: Anders als bisher muss künftig nicht mehr die geplante Investition beschrieben werden, um vorab eine Steuerminderung zu erhalten. Voraussetzung für den Investitionsabzugsbetrag ist nur noch, dass der Steuerpflichtige die Beträge nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen elektronisch übermittelt.
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