Was ändert sich 2016 in der Sozialversicherung?

Was ändert sich 2016 in der Sozialversicherung?

Im vergangenen Jahr haben sich die Löhne und Gehälter in Deutschland wieder nach oben bewegt. Deshalb ändern sich die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) und in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Damit erhöhen sich für Gutverdienende die Abgaben an die Sozialversicherung.

Aber auch die Versicherungspflichtgrenze erhöht sich. Damit wird der Wechsel in die private Krankenversicherung erschwert.

Hier sind die Änderungen in der Sozialversicherung:

  • Beitragsbemessungsgrenze wird angehoben: Die Beitragsbemessungsgrenze markiert das Maximum, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens ist beitragsfrei.
    • Zum 01. Januar 2016 steigen die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung – von monatlich 4125 Euro auf 4237,50 Euro (pro Jahr von 49.500 Euro auf 50.850 Euro).
    • Versicherungspflichtgrenze: Wer über diese Grenze hinaus verdient, kann sich, wenn er möchte, bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ist zugleich die Jahresarbeitsentgeltgrenze (2016: 56.250 €/Jahr).
    • Die neue monatliche Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (West) steigt von 6.050 Euro (2015) auf 6.200 Euro pro Monat (pro Jahr von 72.600 Euro auf 74.400 Euro). Die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) steigt von 5.200 Euro (2015) auf 5.400 Euro pro Monat (pro Jahr von 62.400 Euro auf 64.800 Euro).
    • Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze hat Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung (bAV). Vier Prozent der BBG können z. B. in eine Direktversicherung investiert werden. Somit beträgt der geförderte Höchstbetrag in 2016 monatlich 248 Euro (2.976 Euro pro Jahr).
  • Höherer Zusatzbeitrag zur GKV: Der Zusatzbeitrag Krankenkasse 2016 ist ein sogenannter kassenindividueller beziehungsweise personenbezogener zusätzlicher Beitrag. Wie das Wort sagt, ist er eine ergänzende Zahlung zu dem regulären, also zum normalen Monatsbeitrag. Der Zusatzbeitrag wird 2016 auf durchschnittlich 1,1 Prozent steigen. Damit liegt er 0,2 Prozentpunkte höher wie im Jahr 2015. Der Gesamtbeitrag (allgemeiner Beitragssatz + Zusatzbeitrag) zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt dann im Durchschnitt 15,7 Prozent.
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