Was ändert sich 2017 für Familien

Was ändert sich 2017 für Familien?

Was ändert sich 2017 für Familien?

Das Jahr ist noch ganz frisch und schon warten auf Familien tolle Neuigkeiten. Gerade Familien sind oft mit überdurchschnittlichen Ausgaben konfrontiert. Da sind Zuschüsse vom Staat natürlich willkommen.

Hier sind die Änderungen für Familien:

Kindergeld 2017 – mehr Geld für Eltern

Das Kindergeld steigt um zwei Euro im Monat pro Kind. Für das erste und das zweite Kind gibt es ab Januar 2017 jeweils 192 Euro, für das dritte 198 Euro und für alle weiteren Kinder 223 Euro.

Zusätzlich zum Kindergeld können Geringverdiener bei der Familienkasse der Arbeitsagentur einen Kinderzuschlag beantragen. Dieser wird gewährt, wenn das Einkommen der Eltern zwar für den eigenen Bedarf ausreicht, aber nicht für den Bedarf der Kinder. Bislang zahlt die Familienkasse der Arbeitsagentur bis zu 160 Euro pro Kind, ab Anfang 2017 sind es bis zu 170 Euro. Anspruch hat man nur, wenn das Einkommen zwischen einer Mindest- und einer Höchstgrenze liegt.

Auch der Kinderfreibetrag steigt 2017

Bei dem Kinderfreibetrag handelt es sich um einen steuerlichen Vorteil für Eltern. Ziel ist es, den Grundfreibetrag zu erhöhen, den jeder einkommensteuerpflichtige Erwachsene angerechnet bekommt, denn nur für Einkommen über dem Grundfreibetrag werden Steuern fällig. Dieser steuerliche Freibetrag wird ab dem Jahresanfang 2017 für Kinder um 108 Euro erhöht und beträgt dann  4.716 Euro. 2018 soll der Kinderfreibetrag um weitere 72 Euro auf 4.788 Euro steigen. Der Grundfreibetrag wird um 168 Euro auf 8.820 Euro (2017) und um weitere 180 Euro auf 9.000 Euro (2018) erhöht.

Kindesunterhalt 2017

Ab dem 01.01.2017 bekommen Trennungskinder mehr Unterhalt. Getrennt lebende Väter oder Mütter müssen ab Januar 2017 ihren Kindern mehr Unterhalt zahlen. Im Jahr 2017 ist der monatliche Mindestunterhalt für Kinder bis zum fünften Lebensjahr 342 Euro statt bislang 335 Euro. Kinder vom siebten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres erhalten 393 Euro statt bisher 384 Euro. Kinder vom zwölften bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres erhalten 460 Euro statt derzeit 450 Euro. Volljährige Kinder erhalten 527 Euro statt derzeit 516 Euro.

Außerdem können die Unterhaltskosten als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Maximal 8.820 Euro sind für das Jahr 2017 abziehbar.

Sozialhilfe/ALG II: Grundsicherung angehoben – vor allem für Schulkinder

Zum 1. Januar 2017 verändern sich die Regelsätze für Hartz IV.  Für Alleinstehende steigt der Regel­satz von 404 Euro auf 409 Euro pro Monat. Bei Paaren erhöht sich der Satz pro Partner um vier Euro auf 368 Euro.  Bei Kindern bis 6 Jahren bleibt die Grund­sicherung unverändert bei 237 Euro, Kinder zwischen 7 und 14 Jahren erhalten pro Monat 21 Euro mehr, also 291 Euro. Bei großen Kindern von 14 bis unter 18 Jahre werden künftig 5 Euro mehr, d.h. 311 Euro ausgezahlt.

Auch der Mindestlohn 2017 steigt

Der Mindestlohn ist ein festgeschriebenes Arbeitsentgelt, das Arbeitnehmern als Minimum zusteht. Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Ab dem 01. Januar 2017 wird der Mindestlohn um 0,34 Euro auf einen Bruttostundenlohn von 8,84 Euro angehoben. Arbeitnehmer, die bislang weniger verdient haben, können vom Arbeitgeber verlangen, dass ihr Lohn aufgestockt wird. Alle diesbezüglichen Arbeitsverträge bedürfen somit der Überprüfung.

 

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