Was ändert sich 2017 für gesetzlich Versicherte?

Was ändert sich 2017 für gesetzlich Versicherte?

Was ändert sich 2017 für gesetzlich Versicherte?

Der durchschnittliche Krankenkassen Zusatzbeitrag steigt 2017 zwar nicht weiter an, bleibt aber bei 1,1 Prozent. Dennoch können die Beiträge bei den Kassen steigen, da sie nicht an die Vorgaben aus dem Gesundheitsministerium gebunden sind. Auch in der privaten Krankenversicherung wird es teurer.

Änderung Krankenkasse und Rentenversicherung

Die gesetzlich Krankenversicherten bleiben im kommenden Jahr voraussichtlich von steigenden Beiträgen verschont. Der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer alleine zahlen müssen, kann laut Schätzung bei 1,1% bleiben.

Dieser kommt zum allgemeinen Beitrag dazu. Dieser ist auf 14,6% fixiert. Der durchschnittliche Beitrag bleibt weiterhin bei 15,7% vom Einkommen. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt bei 18,7% stabil. In der Pflegeversicherung steigt er auf 2,55% beziehungsweise 2,8% bei Kinderlosen ab dem 23. Lebensjahr. Laut einer Schätzung werden für das Jahr 2017 Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 214,8 Milliarden Euro erwartet. Darin ist der Zuschuss des Bundes von 14,5 Milliarden Euro enthalten. Diesem stehen voraussichtliche Ausgaben von 229,1 Milliarden Euro bevor.

Pflegeversicherung wird teurer

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II (PSG 2) wird ab dem Jahr 2017 die Gleichbehandlung von Menschen mit seelischen, geistigen und körperlichen Einschränkungen in der Pflege erreicht. Auch ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsinstrument führen dazu, dass etwa an Demenz erkrankte Menschen einen verbesserten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung erhalten. Zudem werden ab 01.01.2017 die bisher geltenden drei Pflegestufen in fünf Pflegegrade übertragen. Dadurch wird eine genauere Einschätzung des Pflegebedarfs ermöglicht.

Wichtig ist, dass Versicherte, die vor der Reform bereits Leistung der Pflegeversicherung bezogen haben, nun einen umfangreichen Besitzstandsschutz erhalten. Das heißt, sie bekommen Leistungen in mindestens dem selben Umfang wie bisher. Bei den meisten Betroffenen wird die Überleitung zu höheren Leistungen führen. Bisherige Leistungsbezieher müssen keinen gesonderten Antrag stellen, diese werden nach festen gesetzlichen Regelungen automatisch übergeleitet.

Die Beitragsbemessungsgrenze steigt

Die Beitragsbemessungsgrenze  für die Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt im Westen von 6.200 Euro auf 6.350 Euro Brutto-Monatseinkommen, im Osten von 5.400 Euro auf 5.700 Euro. Für den darüber liegenden Lohn müssen keine Beiträge an die Sozialversicherung abgegeben werden. In der Kranken- und Pflegeversicherung gibt es eine bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze. 2017 steigt diese auf monatlich 4.350 Euro an.

Für die Krankenversicherung gibt es eine zweite wichtige Einkommensgröße: die Jahresarbeitsentgeltgrenze. Sie legt die Höhe fest, bis zu der Arbeitnehmer Pflichtmitglied sind. Für 2017 gilt eine Grenze von 57.600 Euro, ab der Arbeitnehmer sich privat versichern können.

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