Was ändert sich 2017 für Rentner?

Was ändert sich 2017 für Rentner?

Was ändert sich 2017 für Rentner?

Zum Jahresbeginn 2017 ergeben sich auch für Rentner Neuerungen. Gerade in Wahljahren wird ein besonderes Augenmerk auf die bereite Wählerschaft der Rentner gerichtet. Dabei werden die Rentner besonders vorteilhaft bedacht.

Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung

Ab dem 1. Januar 2017 erhalten Bezieher einer Rente die Möglichkeit, nach Erreichen der regulären Altersgrenze während einer Beschäftigung eigene Beiträge zur Rentenversicherung zu entrichten. Durch die eigenen und die vom Arbeitgeber gezahlten Rentenversicherungsbeiträge erhöht sich die Rente.

Wer über die reguläre Altersgrenze hinaus noch arbeitet und bereits eine volle Altersrente bezieht, zahlt derzeit keine  Rentenversicherungsbeiträge mehr. Bei einer solchen Beschäftigung muss allerdings bisher der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil zur Rentenversicherung abführen.

Rente steigt leicht an

Ab Mitte 2017 können Rentner mit einem Zuschlag von bis zu zwei Prozent mehr rechnen. Die genaue Erhöhung steht jedoch erst im Frühjahr fest.

Reguläre Altersgrenze steigt

Die Regelaltersrente steigt ab 2017 von 65 Jahren auf 65 Jahre plus sechs Monate. Dies trifft zukünftige Rentner, die 1952 geboren wurden und 2017 65 Jahre werden. Wer jünger ist, muss noch ein paar Monate länger arbeiten.

Anhebung der Altersgrenze für die Rente ab 63

Bei der abschlagsfreien Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab 63 Jahren steigt die Altersgrenze auf 63 Jahre und vier Monate. Das gilt für Versicherte, die 1954 geboren wurden und im nächsten Jahr 63 werden. Um je zwei weitere Monate erhöht sich für die folgenden Geburtsjahrgänge das Eintrittsalter.

Flexi-Rente 2017

Mit der Flexi-Rente können ältere Arbeitnehmer flexibler aus dem Berufsleben aussteigen. Ab 2017 kann eine neu eingeführte Teilrente mit Teilzeitarbeit kombiniert werden. Arbeitnehmer können daher länger arbeiten und diejenigen, die mit 63 Jahren in Teilrente gehen, dürfen künftig deutlich mehr hinzuverdienen.

Ab Juli 2017 können Rentner jährlich 6300 Euro hinzuverdienen. Darüber liegende Verdienste werden zu 40% auf die Rente angerechnet. Bislang drohten drastische Kürzungen von bis zu zwei Drittel, wenn der Hinzuverdienst mehr als 450 Euro im Monat betrug.

Beitragsbemessungsgrenze steigt

In der Rentenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 6.200 Euro auf 6.350 Euro (West) und von 5.400 Euro auf 5.700 Euro (Ost). Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird. Für darüber hinausgehendes Einkommen müssen keine Beiträge gezahlt werden. Der geförderte Höchstbetrag steigt demnach von 2.976 Euro auf 3.048 Euro pro Jahr.

Freiwillige Krankenversicherung: Mindestbeitrag bleibt stabil

Zur freiwilligen Krankenversicherung beträgt der Mindestbeitrag weiterhin in den alten und neuen Bundesländern 84,15 Euro im Monat. Der Höchstbeitrag für freiwillig Versicherte steigt von 1.159,40 Euro auf 1.187,45 Euro je Monat.

Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung können alle zahlen, die unabhängig von der Staatsangehörigkeit, mindestens 16 Jahre alt sind, ihren Wohnsitz in Deutschland haben und nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen. Das gilt auch für Deutsche, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben. Eine Altersvollrente nach Erreichen der regulären Altersgrenze dürfen sie allerdings noch nicht beziehen.

Mehr Rente für Pflege

Ab dem 1. Januar 2017 gibt es in der Pflegeversicherung künftig fünf Pflegegrade, die die bisherigen drei Pflegestufen verbessern sollen. Für den Rentenanspruch von Pflegenden bedeutet das, nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen erwerben zukünftig in vielen Fällen höhere Rentenanwartschaften.

Die Rentenversicherungspflicht tritt dann schon ein, wenn eine Pflegeperson eine oder mehrere pflegebedürftige Personen mit mindestens Pflegegrad 2 pflegt. Die Pflege muss dabei insgesamt mindestens zehn Stunden, verteilt auf wenigstens zwei Tage pro Woche ausgeübt werden. Bislang betrug der wöchentliche Mindestaufwand 14 Stunden.

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