Was ändert sich 2019 für Unternehmer?

Was ändert sich 2019 für Unternehmer?

Der Jahreswechsel ist für viele ein Anlass, um neue Dinge anzupacken oder alte Gewohnheiten zu ändern – immerhin steht das Datum auch als Symbol für den Neuanfang. Das ist auch beim Jahreswechsel 2019 der Fall, der einige wichtige Änderungen für Betriebe mit sich bringt. Die meisten Neuregelungen betreffen die Sozialversicherung und das Arbeitsrecht.

Mindestlohn 2019

Der Mindestlohn wird zum Jahreswechsel an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst. Ab dem 1. Januar müssen Betriebe ihren Arbeitnehmern mindestens 9,19 Euro pro Stunde zahlen. Bereits beschlossen ist die nächste Erhöhung zum 1. Januar 2020. Ab dann beträgt der Mindestsatz beim Stundenlohn 9,35 Euro.

Midijobs 2019

Bis Ende 2018 gilt für viele Teilzeitjobs eine so genannte Gleitzone bis zu einem monatlichen Verdienst von 850 Euro. Innerhalb dieser Zone zahlen Arbeitnehmer einen reduzierten Rentenbeitrag. Die Gleitzone soll nun ab Januar 2019 auf ein Monatseinkommen von 1.300 Euro ausgeweitet werden. Unverändert bleibt die bisher schon bestehende Pflicht des Arbeitgebers zur Zahlung des regulären Arbeitgeberbeitrags zur Rentenversicherung.

Beitragssätze in der GKV 2019

Ab 01. Januar 2019 erfolgt in der Pflegeversicherung eine Beitragserhöhung. Der Beitragssatz steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent. Dafür winkt eine Entlastung beim Beitrag zur Arbeitslosenversicherung, wo ab Januar der Beitragssatz um einen halben Prozentpunkt auf 2,5 Prozent gesenkt wird. Der Beitrag zur Rentenversicherung soll hingegen unverändert bleiben.

Kostenentlastung in der GkV 2019

Zu den wichtigen Änderungen zählt für Selbstständige mit niedrigem Einkommen die Kostenentlastung bei der Krankenversicherung ab dem 1. Januar 2019. Dann nämlich sinkt für freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen die Mindestbemessungsgrenze um rund die Hälfte auf ein monatliches Einkommen von 1.142 Euro. Für freiwillig Versicherte Selbstständige mit niedrigem Einkommen reduzieren sich damit die Ausgaben für die Krankenversicherung um bis zu 170 Euro pro Monat.

Beitragsbemessungsgrenzen 2019

Zum Jahreswechsel 2019 werden in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung die Beitragsbemessungsgrenzen angepasst. In der gesetzlichen Krankenversicherung erhöht sich die Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 53.100 Euro jährlich auf 54.450 Euro. Bei der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung gilt für 2019 in den alten Bundesländern ein Jahreseinkommen von 80.400 Euro, in den neuen Bundesländern sind es 73.800 Euro.

Befristung für ausländische Saisonarbeiter

Landwirte und Gärtner haben ein Interesse, qualifizierte ausländische Saisonarbeitskräfte für die ganze Erntesaison zu gewinnen.

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung wurden mit der Einführung des Mindestlohns 2015 zunächst befristet bis Ende 2018 verlängert. Unabhängig von der Erntesaison gelten aufgrund des Qualifizierungschancengesetz ab Januar 2019 dauerhaft drei Monate beziehungsweise 70 Tage als Grenze für alle Personen in kurzfristigen Beschäftigungen.

Insolvenzgeldumlage 2019

Die Insolvenzgeldumlage wurde aufgrund günstiger Rücklagen zuletzt zum 1. Januar 2018 von 0,09 Prozent auf 0,06 Prozent reduziert. Zum 1. Januar 2019 bleibt der Umlagesatz unverändert. Er beträgt dann weiterhin 0,06 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts.

Künstlersozialabgabe 2019

Im Jahr 2017 lag der Abgabesatz für die Künstlersozialversicherung bei 4,8 Prozent. Zum 1. Januar 2018 sank der Abgabesatz deutlich. Seit diesem Zeitpunkt beträgt er 4,2 Prozent. Das ändert sich auch im Jahr 2019 nicht. Die entsprechende Künstlersozialabgabe-Verordnung 2019 wurde am 30. August 2018 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Urlaubsverfall am 31. März des Folgejahres

Im Fall einer Übertragung des Urlaubs auf das Folgejahr, muss er in den ersten drei Monaten genommen werden. Die Intention ist, das Ansammeln von Urlaubsansprüchen zu verhindern, zumal so auch der ursprüngliche Sinn und Zweck der Vorschrift, die Erholung des Arbeitnehmers, nicht erfüllt wird.

Wird der Urlaub bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres nicht genommen, verfällt er endgültig und ersatzlos.

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