Was ändert sich 2019 für Verbraucher?

Was ändert sich 2019 für Verbraucher?

Für Verbraucher treten ab 2019 eine Vielzahl neuer Gesetze und Verordnungen in Kraft. Zudem haben auch einige Unternehmen Änderungen bei ihren Services angekündigt. Gute Nachrichten kommen von den Krankenkassen, schlechte von den Stromversorgern. Außerdem: Neue Fahrverbote, neue Geldscheine und neue Regeln fürs Telefonieren ins Ausland.

Telefonieren im Ausland

Die Roaminggebühren für Telefonate, SMS und Surfen mit dem Handy im EU-Ausland sind zwar abgeschafft. Doch wer aus der Heimat ins Ausland telefoniert, muss das teilweise teuer bezahlen. Voraussichtlich ab dem 15. Mai 2019 wird es Preisobergrenzen geben. Die Gesprächsminute von Handy oder Festnetz soll dann innerhalb der EU maximal 19 Cent kosten, eine SMS höchstens 6 Cent.

WhatsApp-Werbung

Der zu Facebook gehörende Messenger-Dienst will ab Februar 2019 erstmals Werbung anzeigen. Die Anzeigen sollen im Statusbereich platziert werden und nicht im Chat-Verlauf.

Neue Euro-Scheine

Ab dem 28. Mai 2019 gibt die Europäische Zentralbank neue 100- und 200-Euro-Scheine heraus. Die neuen Banknoten enthalten neue Sicherheitsmerkmale, die Geldfälschern das Leben schwerer machen sollen, und komplettieren die überarbeitete Generation von Euro-Banknoten. Praktischer Vorteil für Verbraucher: Die neuen Hunderter und Zweihunderter sind kleiner und passen besser ins Portemonnaie.

Diesel-Fahrverbot

2019 treten weitere Diesel-Fahrverbote in Kraft. In Stuttgart (ab 01. Januar), Frankfurt (01. Februar), Bonn (01. April), Köln (01. April, Verschärfung ab 01. September), Essen (01. Juli) und Gelsenkirchen (01. Juli) werden ältere Diesel-Fahrzeuge aus Teilen der Stadt ausgesperrt. Auch in Berlin und Mainz drohen noch 2019 Fahrverbote.

Verpackungsgesetz

Zum 01. Januar tritt ein neues Verpackungsgesetz in Kraft, das höhere Recyclingquoten vorschreibt. An Regalen in Supermärkten und Getränkeläden muss nun gut sichtbar gekennzeichnet werden, ob der Kunde Einweg- oder Mehrwegflaschen vor sich hat. Zudem fällt künftig Pfand auch auf Fruchtschorlen, Milchmischgetränke und einige Energydrinks an. Säfte und Wein bleiben pfandfrei.

Warnsignal für Elektro- und Hybridautos

Ab 1. Juli 2019 müssen neue Typen von Elektro- und Hybridautos mit einem akustischen Warnsignal ausgestattet werden, um Fußgänger und Radfahrer besser zu schützen. Bereits bestehende geräuschlose E-Autos dürfen aber zunächst weiter verkauft werden. Erst Mitte 2021 wird der Warnton für alle E-Neuwagen Pflicht.

Tan-Liste

Wer für Onlineüberweisungen am PC noch eine Tan-Liste aus Papier nutzt, muss sich spätestens ab Herbst umstellen. Am 14. September 2019 endet die Ära der iTan-Liste. Fortan dürfen nur noch als sicherer geltende Verfahren wie SMS-Tan, Photo-Tan oder Chip-Tan (Extragerät als Tan-Generator) verwendet werden.

Strompreise

Viele Versorger erhöhen zum Jahreswechsel die Strompreise. Zwar sinken die Ökostromumlage und andere staatliche Abgaben, doch die Beschaffungspreise für die Stromanbieter haben sich erhöht. Die höheren Preise geben sie an die Stromkunden weiter.

Raumheizungsgeräte

Für reine Raumheizungsgeräte steigen die Ansprüche an die Energieeffizienz. Künftig reicht die Skala der Effizienzklassen nicht mehr von A++ bis G, sondern von A+++ bis D. Die Klassen E, F und G entfallen, A+++ wird als neue Top-Klasse eingeführt.

Infoblatt

Wer eine Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, muss ab Januar 2019 vom Versicherer noch vor der Unterschrift ein Infoblatt vorgelegt bekommen. Auf maximal drei Seiten soll dieses alle relevanten Eckpunkte der Police wie abgedeckte Risiken, Ausschlüsse und Laufzeit aufführen.

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