Prof. Dr. Werner J. Gartner

Wirtschaftslokomotive ohne Dampf * Einbrüche in den Touristenregionen

Wirtschaftslokomotive ohne Dampf

In Europa steht es bei einigen Krisenländern mit der Wirtschaft nicht zum Besten. Jetzt kommt auch Deutschland mit der Konjunktur unter die Räder. Die Unternehmen machen eine Seitwärtsbewegung, da der deutschen Wirtschaftslokomotive der Dampf weggeblieben ist. Bisher konnten sich die übrigen Länder an der größten Volkswirtschaft innerhalb Europas orientieren. Jetzt wurde aber auch das deutsche Zugpferd eiskalt erwischt und ist somit aus dem Tritt gekommen. Die militärischen Unruhen haben im Wesentlichen zur Konjunktur-Verlangsamung beigetragen. Die verhängten Sanktionen der Westeuropäer haben tiefe Schneisen in die Auftrags-Eingangsbücher der Unternehmen geschlagen. Das zweite Halbjahr Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Handelsabkommen mit Kanada * Italien in der Talsohle

Handelsabkommen mit Kanada

Seit Jahrzehnten pflegen Deutschland und Europa ausgezeichnete Geschäftsbeziehungen zu Nordamerika. In den letzten Jahren ist dabei Kanada zunehmend vernachlässigt worden, obwohl dieses Land viel an Rohstoffen zu bieten hat, welche die Industrienationen in Europa dringend benötigen könnten. Jetzt soll ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union (EU) und Kanada abgeschlossen werden. Für beide Seiten sollen damit Zölle für Güter und Dienstleitungen wegfallen und der Import und Export von Waren soll bis fast 100 Prozent zollfrei sein. Wichtig für die beiden Partner ist der freie Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Man verspricht sich dadurch eine Steigerung des Handelsvolumens von über zwanzig Prozent. Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Deutschland – Narr der EU * Griechische Wirtschaft wächst

Deutschland – Narr der EU

Die Europäische Union (EU) hat ihre Sanktionen gegen Russland verhängt. Das war das Petitum der deutschen Politiker. Jetzt sind sie im Urlaub und sonnen sich in ihren verhängten Zwangsmaßnahmen. Leider war dieser Pyrrhussieg nur von kurzer Dauer. Es stellt sich heraus, dass der Musterknabe Deutschland alle Einschränkungen an die Industrie weitergegeben hat, während andere europäische Länder weiter die Hemmnisse umgehen. Zahlt am Ende wieder Deutschland die Zeche, fragen sich Mitarbeiter in den Unternehmen. Trotz des Exportverbots exportiert Frankreich unbegrenzt Waffen und Militärfahrzeuge von weit über einer Milliarde Euro nach Russland. Banken, die in Österreich ansässig sind, dürfen weiter ihre Geschäfte Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Wirtschaftssanktionen sind unwürdig * Tarifpolitik gehört nicht zur Bundesbank

Wirtschaftssanktionen sind unwürdig

Die Wirtschaftswaffen werden jetzt von beiden Seiten aus den Arsenalen geholt. Die Europäer bestrafen die Moskauer Regierung mit Handelshemmnissen und Lieferstopp von Spitzentechnologien, Ausrüstungsgütern sowie Hindernissen beim Geldtransfer. In Deutschland hängen allein über 300.000 Jobs vom Geschäft mit Moskau ab. Auf der anderen Seite erhöht Russland die Gaspreise, sodass die Europäer höhere Energiekosten haben werden. Die nächste Stufe wäre den Gashahn zu drosseln und die letzte Möglichkeit wäre das Ventil ganz abzuschalten. Diese gegenseitigen Wirtschaftssanktionen sind souveränen Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Moskauer Regierung wenig beeindruckt * Deutsche Konsumenten unbeirrt

Moskauer Regierung wenig beeindruckt

In der Russlandkrise macht die Europäische Union (EU) eine erbärmliche Figur. Seit Wochen diskutieren die Regierungschefs der einzelnen Länder über Sanktionen, die sie verhängen wollen. Bisher ist dies alles Stückwerk geblieben und hat die Moskauer Regierung wenig beeindruckt. Ganz im Gegenteil, denn es ist bekannt, wie zerstritten die EU ist, wenn es um die landeseigenen Interessen geht – allen voran Deutschland, das mit Russland einen regen Handel pflegt. Der Wert der gehandelten Waren belief sich im vergangenen Jahr auf über 75 Milliarden Euro. Aber auch die anderen europäischen Industriestaaten haben reges Interesse, dass die Sanktionen nicht zu krass ausfallen, denn sie könnten ihre Volkswirtschaft härter treffen als Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Euro steigt zur Leitwährung auf * Verbraucherpreise nicht angestiegen * Schweizer BIP bei 2,2 Prozent

Euro steigt zur Leitwährung auf

Frankreich lamentiert seit Monaten über die Stärke der Euro-Währung sowie der US–Dollar-Vorherrschaft. Auch die Sanktionen, die durch die US-Justiz gegen französische Banken ausgesprochen wurden, sind ihnen ein Dorn im Auge. Die Grande Nation möchte jetzt mit Hilfe des Euro an die Weltspitze kommen und hat dem US-Dollar den Kampf angesagt. Sie sehen in der Leitwährung der US-Dollars die Ursache für die vielen Finanzkrisen der letzten Jahre. Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) setzen nationale Gesetze weltweit um und dies stößt den europäischen Kreditinstituten bitter auf, da die Finanztransaktionen nach Europäischem Recht durchaus legitim sind. Einerseits sollte Brüssel mit Washington darüber verhandeln, dass Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Mit Rudel–Intuition zum Erfolg * Lebensmittelhandel mit € 140 Milliarden Umsatz

Mit Rudel–Intuition zum Erfolg

Sind sportliche Erfolge auch auf die wirtschaftliche Stärke eines Landes zu übertragen? Verallgemeinern kann man eine solche These nicht. Dass gerade ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland Fußball-Weltmeister geworden ist, sagt noch wenig über seine Wirtschaftskraft aus. Hätte der Gegner Argentinien gewonnen, dann wäre die Erklärung für das Krisenland schwieriger geworden. Der Gewinner hat mit einer Rudel-Intuition den Sieg errungen. In Unternehmen kennt man dieses Phänomen ebenfalls, wenn ein Einzelner nicht in der Lage ist das Unternehmensziel zu erreichen, dann unterstützen ihn seine Kollegen, damit am Ende auch ein Erfolg zu verbuchen ist. Nicht die Großtat eines einzelnen Mitarbeiters ist wichtig, sondern Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Deutsche Wirtschaft erneut gewachsen * Kein Boom bei Kreditvergabe * Starke Binnenkonjunktur in der Schweiz

Deutsche Wirtschaft erneut gewachsen

Die deutsche Wirtschaft hat weiter den Fuß auf dem Gaspedal. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist die Wirtschaft erneut gewachsen. Die Industriefertigung einer der wichtigsten Domänen der deutschen Wirtschaft ist über 3,5 Prozent angestiegen. Die Kapazitäten sind mehr als gut ausgelastet und liegen weiter über dem Durchschnitt. Durch die angestiegenen privaten Investitionen stieg die Inlandsnachfrage erheblich mit. Aber auch die Ersatzinvestitionen, die jahrelang auf die lange Bank geschoben wurden, werden jetzt zunehmend von den Unternehmen getätigt. Die deutsche Automobilindustrie, das Flaggschiff deutscher Wertarbeit, konnte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erneut gigantische Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

EU wird handlungsfähiger * Spanien schafft Fakten

EU wird handlungsfähiger

Die Europäische Union (EU) wird handlungsfähiger werden. Die Opposition aus England hat die übrigen 28 Staaten in Europa nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Handeln veranlasst. Diese Mission hat die Wirkung nicht verfehlt, denn die EU erhält endlich ein Regierungsprogramm. Dies ist ein Novum, dass sich die Staats- und Regierungschefs zu einem strategischen Konzept durchgerungen haben. In der Vergangenheit war es für viele Europäer und auch Ökonomen nicht erkennbar, welche Ziele eigentlich verfolgt werden. Brüssel wurde vor allem von den einzelnen Politikern getrieben und nicht von den eigenen Vorstellungen über Europa. Die Ziele sind noch ungenau artikuliert, könnten aber in Zukunft konkreter Read more

Prof. Dr. Werner J. Gartner

Deutschland ohne Einfluss * Währungsverluste verringern Gewinne * Zinswende in England

Deutschland ohne Einfluss

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im EZB–Rat, also dem Aufsichtsgremium, die Karten neu gemischt. Das Rotationsprinzip in diesem Ausschuss hat Deutschland kalt erwischt, denn die deutsche Bundesbank als bisheriges Mitglied hat kein Stimmrecht mehr. Alle Politiker sind erstaunt wegen dieser Handlungsunfähigkeit. Aber sie selbst haben diese Angelegenheit verursacht und darüber abgestimmt. Die seinerzeit abgeschlossenen Verträge erlauben eine solche Rotation, auch zu Lasten der stärkeren Länder wie Deutschland. Die Bundesrepublik hält 27 Prozent am EZB-Kapital und müsste schon aus diesem Grund einen festen Sitz im EZB–Rat Read more