Mit Rudel–Intuition zum Erfolg * Lebensmittelhandel mit € 140 Milliarden Umsatz
Mit Rudel–Intuition zum Erfolg
Sind sportliche Erfolge auch auf die wirtschaftliche Stärke eines Landes zu übertragen? Verallgemeinern kann man eine solche These nicht. Dass gerade ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland Fußball-Weltmeister geworden ist, sagt noch wenig über seine Wirtschaftskraft aus. Hätte der Gegner Argentinien gewonnen, dann wäre die Erklärung für das Krisenland schwieriger geworden. Der Gewinner hat mit einer Rudel-Intuition den Sieg errungen. In Unternehmen kennt man dieses Phänomen ebenfalls, wenn ein Einzelner nicht in der Lage ist das Unternehmensziel zu erreichen, dann unterstützen ihn seine Kollegen, damit am Ende auch ein Erfolg zu verbuchen ist. Nicht die Großtat eines einzelnen Mitarbeiters ist wichtig, sondern der gemeinsame Durchbruch. Da Manager oft auch schwer nachvollziehbare Wege gegenüber den Mitarbeitern gehen, da sie das Konzept ändern, haben sie dennoch das Endergebnis vor Augen. Der Sympathiewert der deutschen Mannschaft, der durch dieses kollektive Auftreten der ganzen Welt vermittelt wurde, hat ein wunderbares Bild von dieser jugendfrischen Generation gezeichnet. Aussagen wie über Unschlagbarkeit, die früher geäußert wurden, sind dieser Altersgruppe fremd. Junge Manager und Unternehmen können von diesem Erfolg lernen. Die Sportler haben immer an ihr Ziel geglaubt und haben mit großer Akribie daran gearbeitet. Nicht verbissen, sondern mit Leistung und Intelligenz haben sie sich Ziele gesetzt, um sie zu erreichen. In vielen Unternehmen wird auch nach diesem Prinzip gearbeitet, will man ein neues Produkt auf den Markt bringen, dann werden in Abteilungen Mitarbeiter zusammengeschweißt, um in einem gewissen Zeitraum ein marktfähiges Erzeugnis vorzustellen. So ein Weltmeister-Titel wird auch weiter das Wirtschaftswachstum beflügeln. Die Bevölkerung wird sicher nach dem Sieg etwas großzügiger ihr Geld ausgeben, was auch den Unternehmen zugutekommt. Firmen können somit von erfolgreichen Athleten lernen, aber auch umgekehrt.
Lebensmittelhandel mit € 140 Milliarden Umsatz
Nicht nur der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft verleiht dem Lebensmittelhandel in Deutschland neue Flügel, sondern die Unternehmen arbeiten selbst an ihrem Image und bauen die Einkaufsläden kräftig um. War früher Einkaufen eher um sich mit Nahrungsmittel für das tägliche Leben einzudecken, ist Einkaufen nunmehr zu einem Erlebnis geworden. So gibt es in den Märkten jetzt zunehmend die Möglichkeit eine Snackbar, Bistro, Drogerie oder Bierbrauerei nach dem Einkauf zu besuchen. Der Supermarkt wird jetzt zum Ausflugsziel für die ganze Familie. Kunden wollen vor allem ein Erlebnis, eine angenehme Atmosphäre und keine Hektik. Gewinner sind vor allem Geschäfte die nur einen kurzen Weg zur Wohnung haben. Entscheidend ist der demographische Wandel, denn es gibt in Deutschland mehr als 16 Millionen Singlehaushalte. Auch kaufen die Konsumenten nicht mehr voluminöse Vorräte, sondern entdecken den Spontaneinkauf, da die Angebote der Märkte täglich variieren. Der Lebensmitteleinzelhandel hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 140 Milliarden Euro erreicht und hat in diesem Jahr die Marke von 150 Milliarden im Visier. Verlierer sind vor allem die Märkte auf der grünen Wiese, da sie an Attraktivität verlieren. Die Einkäufer von heute wollen keine langen Wege in Kauf nehmen, da sie dazu zu viel Zeit benötigen. Im Vergleich zu Frankreich hat Deutschland ein vielfältiges Angebot an Märkten, dort gibt es zu viele Discounter außerhalb der Gemeinden. Die langen Anfahrtswege sind für ältere Konsumenten oft nicht machbar. Die Geschäfte müssen daher wieder in die Städte und Kommunen zurückkommen, Frankreich kann hier von Deutschland lernen. © Global Research Institute – Gartner (GRIG)



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