Firmen klagen über stornierte Aufträge * Schweizer Franken erneut stark * Eurasischer Dreistaatenbund
Firmen klagen über stornierte Aufträge
Seit der Krise in der Ukraine wird auch die deutsche Wirtschaft zunehmend schwächer. Die ersten Anzeichen waren, dass Unternehmen, die mit Russland und der Ukraine in Geschäftsverbindung stehen, über stornierte Aufträge klagten. Jetzt hat es auch die Zulieferer erfasst, die ebenfalls ihre Produkte nur auf Halde produzieren können. Außerdem kommt ein Ansteckungseffekt analoger Industriezweige hinzu. Andere europäische Firmen werden ebenfalls vermehrt von dem Bazillus betroffen. Auch diese Aufträge werden mehr und mehr zurückgenommen. Es ist eine Spirale, die sich weiter nach unten neigt. In den vergangenen Monaten sind Exporte von mehr als sechs Milliarden Euro storniert worden. In Anbetracht der deutschen jährlichen Ausfuhren von über einer Billion Euro ist das eine geringe Summe von unter einem Prozent. Dennoch ist es für Unternehmen, die als Hauptauftraggeber Russland und die Ukraine haben, ein Aderlass. Gehen die Umsätze weiter zurück, so wird in einigen Unternehmen über Kurzarbeit und auch über Entlassungen nachgedacht. Militärische Unruhen sind und bleiben Gift für die Wirtschaft.
Schweizer Franken erneut stark
Der Schweizer Franken beweist nach wie vor seine Stärke. Bisher konnte dies den Unternehmen wenig Nachteile bringen, im Gegenteil die Wirtschaft ist weiter im Aufwind. Die Arbeitslosenzahlen sind erneut rückläufig und werden im Laufe des Jahres 3,2 Prozent erreichen. Auch das Wirtschaftswachstum wird über zwei Prozent erreichen, also über dem Durchschnitt der Eurozone. Die Schweiz exportiert über 60 Prozent seiner Produktion nach Europa und dies, obwohl die Eidgenossen ihren Mitarbeitern die höchsten Löhne bezahlen. Die hergestellten Premiumprodukte haben Weltgeltung und finden ihren Absatz wegen der hohen Präzision im internationalen Markt. Die permanenten Quälereien mit den Schweizer Banken scheinen verdaut zu sein und die Unternehmen können sich wieder auf ihre eigene Aufgabe konzentrieren. Die Geschäftsmodelle im Bankenviertel in der Züricher Bahnhofstraße müssen an die europäischen sowie die amerikanischen Standards angepasst werden. Es ist zu hoffen, dass keine weiteren Ungereimtheiten auftauchen, sonst könnte dies die Bilanzen der Banken erneut verhageln.
Eurasischer Dreistaatenbund
Während in der Ukraine die Kanonen donnern, schmiedet die Moskauer Regierung weiter Pläne. Russland, Kasachstan und Weißrussland haben sich zur Eurasischen Wirtschaftsunion zusammengeschlossen. Dieser Dreistaatenbund soll ein Gegenstück zur Europäischen Union (EU) mit einem gemeinsamen Markt werden. Die Handelsschranken und die Einfuhr-Zölle sollen wegfallen, es sieht fast wie eine Kopie der EU aus. Somit würde mit Kasachstan und Russland ein neuer Energiemarkt entstehen, der gigantisch und dominierend gegen die bisherigen Lieferanten sein könnte. Noch ist dieser Zusammenschluss keine Bedrohung für das westliche Europa, aber es könnten zukünftig weitere Staaten sich diesem Bündnis anschließen. Die Schwachstelle besteht darin, dass sich diese Länder jetzt bei den Gesprächen zu einem übereinstimmenden Konsens arrangieren müssen. Diese Einigungsprozesse auf einen gemeinsamen Nenner werden sicher interessant und voller Spannung werden. Kasachstan ist ein ökonomisch aufstrebendes Land mit einer Fläche von über 2,7 Millionen Quadrat-Kilometer. Der asiatische Staat hat fast eine Ausdehnung wie Europa und ist ein rohstoffreiches Schwellenland. Die Vorkommen reichen von Erdgas, Öl, Steinkohle, Gold, Kupfer bis hin zu den seltenen Vorkommen wie Wismut und Fluor.
© Global Research Institute – Gartner (GRIG)



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