Griechen sind sprachgewandt, aber nicht tapfer * Hilfspakete für Griechenland
Griechen sind sprachgewandt, aber nicht tapfer
Die Sprache der Altgriechen war beeindruckend und epochemachend. Die heutige Rhetorik ist mehr von Karl Marx entlehnt. Der objektive Klassenkampf zwischen der ausbeutenden Bourgeoisie und der ausgebeuteten Arbeiterklasse der die Geschichte der bürgerlichen Klasse bestimmt. Die Ausbeutung Griechenlands geschieht in den ökonomischen Verhältnissen durch die kapitalistische Europäische Union (EU), solange die Hilfszahlungen durch die EU existent sind. Die Beredsamkeit der griechischen Regierung erinnert an die revolutionären Ereignisse aus dem Jahr 1848, in dem sich das Proletariat eines Landes eine selbständige politische Arbeiterklasse schaffen müsse. Diese Klasse hat Griechenland erstürmt, jetzt müsse sie auch die Menschen in der EU erobern. Am 5. Juli wird in einem Referendum die Frage geklärt, ob es eine Revolution von unten oder Reaktion von oben gibt. Kommt es zu einem JA, dann können in der kommenden Woche die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, jedoch werden die Verhandlungspartner nicht mehr in der selben Position und Stärke wie noch zuvor sein, sondern geschwächt an den Verhandlungstisch zurückkehren. Es wäre sicher der bessere Weg, wenn die derzeitige linke Regierung zurücktreten würde, da das Ergebnis der Abstimmung ein Misstrauens-Votum beinhaltet. Die Niederlage macht den Regierenden klar, dass sie die Wähler nicht mehr hinter sich wissen, denn sie haben den Glauben an die revolutionäre Volksbewegung verloren und sehen ihre Chance in einer geeinten europäischen Gemeinschaft. Bei einem Nein wird es jedoch für alle Beteiligten weitaus schwierigen wieder auf Normaltemperatur zurückzukommen. Da Hellas, wegen der Nichtzahlung von 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF), faktisch Pleite ist, könnte man durchaus in Brüssel über eine Abwicklung der bisherigen Hilfskredite sprechen. Bei einer Zustimmung oder Ablehnung befinden sich die Brüsseler Politiker in einer komfortablen Situation, denn sie können abwarten, was für neue Vorschläge aus Griechenland auf den Tisch kommen. Da das Verhandlungs-Mandat am 30. Juni für Berlin ausgelaufen ist, muss das Parlament einem neuen Verhandlungs-Paket zustimmen. Da diese parlamentarische Hürde viel Zeit in Anspruch nimmt, können bis zu einer Entscheidung für die griechische Bevölkerung noch harte Tage kommen. Es zeigt wenig Verständnis für die übrigen Mitglieder in der EU, wenn griechische Bürger, darauf hinweisen, dass sie ein stolzes Volks sind, das sind andere Europäer ebenfalls. Aber die Hellenen müssen sich darauf besinnen, nicht auf Kosten von anderen Mitgliedern zu leben, sondern sich auf die eigenen Stärken besinnen.
Hilfspakete für Griechenland
Sollte es wirklich zu keiner zeitnahen Einigung in Brüssel kommen, dann droht Griechenland ein Bürgerkrieg. Die Banken haben kein Geld mehr, um Auszahlungen vorzunehmen, die Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel werden eingeschränkt, da nur noch bar bezahlt werden kann und auch die Lieferanten von Waren wollen nur gegen Vorauskasse liefern. Die Regale in den Lebensmittelläden bleiben leer, wie zu den schlechtesten Zeiten im Osten. Die Bilder mit langen Schlagen von Menschen, die für den täglichen Lebensunterhalt anstehen müssen und das inmitten Europas, wäre ein katastrophales Bild. Die linke Regierung hätte den Klassenkampf gewonnen, aber Hellas in einen verarmten Bauernstaat zurückgeführt und nicht zu einem fortschrittlichen Land. Europa und besonders Deutschland müsste dann mit humanitären Hilfen die Bevölkerung über Wasser halten. Hilfspakete mit den notwendigen Lebensmitteln müssten nach Griechenland gebracht werden.
© Global Research Institute – Gartner (GRIG)




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