Steigende Energiepreise erhöhen die Mietnebenkostenabrechnung

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Jedes Jahr kommen durch tatsächliche oder eingebildete Rechenfehler bei der Mietnebenkostenabrechnung Streitereien und Prozesse zwischen Mieter und Vermieter zustande.

Auch in diesem Jahr kommen auf den Mieter hohe Nachzahlungen bei der Abrechnung von Nebenkosten zu.

So werden für eine Wohnfläche von 70 m² bei einer Nutzung von zwei Personen und einem Kind die Preise für Gasheizung um 3 % teuerer als im Vorjahr, dies bedeutet ca. 25 Euro/Jahr Mehrkosten. Mit einem Erdgas Preisvergleich zwischen den Energieanbietern kann der Mieter dem entgegenwirken, wenn die Eigentümer dies unterstützen.

Hart trifft es nach Schätzung des deutschen Mieterbundes die Mieter, deren Wohnungen mit Öl beheizt werden. So steigen die Kosten für Ölheizung um 18 % gegenüber dem Vorjahr, dies macht für eine Familie mit zwei Kindern und einer dementsprechend großen Wohnung von 100 m² eine Mehrbelastung von ca. 220 Euro/Jahr aus.

Nicht so schlimm sieht es bei den Mietern aus, deren Gebäude eine Fernwärme Heizung besitzen. Hier werden sich die anfallenden Kosten um 6 % erhöhen. Dies bedeutet, um zu dem erstgenannten Beispiel einer 70 m² Wohnung zurückzukehren, eine Mehrkostenbelastung von ca. 50 Euro/Jahr.

Dass durchschnittliche Warmwasserkosten und Heizkosten steigen, scheint nicht genug Belastung für den Mieter darzustellen, denn auch die Stromkosten steigen um 8,8 %.

Bei einer Warmmiete kommen zunächst die Erhöhungen der Energiekosten auf den Vermieter zu und der wiederum wird diese auf den Mieter umlegen.

Insgesamt gesehen werden die Warmmieten also wieder steigen und die Mieter mit einem Kaltmietvertrag werden die Nachzahlungen Nebenkosten deutlich zu spüren bekommen.

Vergleich von Baufinanzierung – Eigentum statt Miete

Das Baugeld hat mit 2,38 % einen fast historischen Tiefstand erreicht, während der Mietspiegel München weiterhin hohe Mieten ausweist. Zudem gibt es immer wieder Ärger mit der Mietnebenkostenabrechnung. So denken viele Mieter daran, sich ihre eigenen vier Wände zu kaufen. Grund für die Zinslage ist die Schuldenkrise und der Absturz der Börsen, womit kurzfristige Baukredite bei Kleinbanken zu einem Zinssatz von 2,5 % auf 5 Jahre Laufzeit zu bekommen sind.

Grundsätzlich stellt sich aber die Frage: Welche Immobilie kann ich mir leisten und passt diese zu meiner Lebensplanung.

Wohnort, Lage und Größe sollten in der Planung berücksichtigt sein, ebenso die Sicherheit des Standorts vom Arbeitsplatz.

Wichtige finanzielle Voraussetzungen sind: 

  • Das Eigenkapital soll 20% bis 30% der Immobilienkosten betragen.
  • Eine monatliche Nettoeinkommensbelastung von 40% darf nicht überschritten werden.
  • Die Kaufnebenkosten wie Notar, Grunderwerbssteuer und Grundbucheintrag sind zu berücksichtigen.
  • Auch bei einer eigenen Immobilie fallen Nebenkosten an (z.B. Wasser Nebenkosten).
  • Eine langfristige Bindung an den Niedrigzinssatz soll angestrebt werden.

Bei Fragen, wie z.B. was ist ein Hypothekendarlehen, wer macht den Vergleich von Baufinanzierung und welche Versicherungen benötigt ein Bauherr, ist es angeraten, einen unabhängigen Berater an seiner Seite zu haben, um schon im Vorfeld möglichst günstige und sinnvolle Kreditvarianten zu erschließen.

Mit sinnvoller Planung kann der Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden.