Der Rubel rollt nicht mehr * Zinswende in den USA * Norwegen macht sich Sorgen
Der Rubel rollt nicht mehr
Der Rubel rollt nicht mehr. Seit der Russland-Krise leidet nicht nur der Einzelhandel in den europäischen Städten wie in London, Paris, Berlin und München, sondern auch der Ferientourismus. Für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage sind die Urlaubsanmeldungen für die Hotels um bis zu 30 Prozent zurückgegangen. Besonders in den mondänen Alpendestinationen wie in Frankreich, Schweiz, Österreich und Deutschland klagen die Hoteliers. In der Vergangenheit waren die Gäste aus Moskau und Petersburg besonders willkommen, da sie bevorzugt Luxusherbergen besuchten und auch ausdehnte Shoppingtouren unternahmen. Die russische Mittelschicht wird den Urlaub in den Bergen abschreiben müssen, da ihnen schlicht die Geldmittel fehlen. Für viele Hotels ist das ein gewaltiger Einschnitt in die Geschäftsbilanz seit mehr als 20 erfolgreichen Jahren. Einige Hotels, die auch russische Mitarbeiter eingestellt haben, suchen deshalb nach Auswegmöglichkeiten. Man könnte den verwöhnten Russen, die noch Urlaub machen, mit den Preisen entgegenkommen, damit sie, so ist zu hoffen, nach der Krise wieder die Urlauborte besuchen werden. Ob diese Marketingmaßnahme greift, bleibt abzuwarten, damit der Rubel wieder rollt.
Zinswende in den USA
Nach den jahrelangen Zinssenkungen der amerikanische Federal Reservebank (Fed) könnte am Mittwoch eine Zinswende eintreten. Es könnte durchaus sein, dass die Zinsen erhöht werden. Das würde bedeuten, dass die weltweiten Börsen abwarten, wie diese Entscheidung bei der Fed ausfällt. Die Konsequenz wäre, dass eine Erhöhung den Euro schwächen würde, da Anleger ihr Geld in US-Dollar anlegen, um dort höhere Zinsen zu erhalten. Andererseits könnte dies auch die Konjunktur in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) abschwächen, falls die Zinserhöhung zu kräftig ausfällt. Die amerikanische Nationalbank muss daher Fingerspitzengefühl beweisen, damit das Wirtschaftswachstum der größten Volkswirtschaft der Welt nicht abgewürgt wird. Zudem setzt die Washingtoner Regierung, trotz Gegenwind, große Hoffnungen auf das Handelsabkommen mit der Europäischen Union (EU). Dieses Bündnis würde die ganze Welt befruchten und zu einem voluminösen Wachstum und Wohlstand verhelfen.
Norwegen macht sich Sorgen
Gegen Russland hat die Washingtoner Regierung weitere Sanktionen angekündigt. So sollen Ersatzteile für die Ausrüstungen für Maschinen zur Erdöllieferung gestoppt werden. Das würde bedeuten, dass Ölfelder nicht mehr in dem Umgang die Energie fördern könnten und die Einnahmen daraus noch mehr abnehmen. Der Ölpreis ist derzeit im freien Fall, da die Nachfrage erheblich zurückgegangen ist, wegen der weltweit nachlassenden Konjunktur. Russland benötigt aber dringend diese Einnahmen, da der Staatsetat aus dem Ruder gelaufen ist. Die Rubel-Währung nimmt täglich an den Devisenbörsen erheblich ab. Dies führt dazu, dass aufgenommene ausländische Kredite durch die russische Regierung mit einem erheblichen Aufschlag zurückbezahlt werden müssen. Zu allem Verdruss wollen die anderen erdölexportierenden Länder (OPEC), wie die arabischen Staaten die Förderung von Rohöl nicht zurückschrauben. Sie streben ebenfalls einen ausgeglichenen Haushalt an und fördern daher weiter Öl über den Bedarf hinaus. Auch das Wohlstandsland Norwegen macht sich erhebliche Sorgen über die zurückgegangenen Öleinnahmen. In der Vergangenheit hat das Land komfortabel von den sprudelnden Ölvorkommen gelebt.
© Global Research Institute – Gartner (GRIG)




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