Prof. Dr. Werner J. Gartner

Staatsschuldenkrise unter Kontrolle * US-Erholung nur Strohfeuer * Anstieg der Arbeitslosen in der Schweiz

Staatsschuldenkrise unter Kontrolle

Die Staatsschuldenkrise in Europa ist weitgehend unter Kontrolle. Die desolaten Etats der Länder wie Spanien, Portugal, Frankreich und Italien finden langsam wieder in die Spur, von der Normalität sind sie jedoch noch entfernt. Die Arbeitslosigkeit ist dagegen noch auf einem hohen Niveau, ist aber erfreulicherweise in den letzten Monaten nicht weiter angestiegen. Inzwischen versuchen junge willige Spanier eine Lehrstelle oder einen Studienplatz in Deutschland zu erhalten. Obwohl die Sprache noch einige Schwierigkeiten bereitet sind die Unternehmer aufgrund des hohen Kräftemangels zufrieden. Der Konsum ist ebenfalls nicht mehr erheblich zurückgegangen sondern hat leicht angezogen. Frankreich konnte zum Jahresende hin noch eindrucksvolle Zahlen vorweisen, die auf eine kryptogene Kehrtwende hindeuten.

Der Nachholbedarf ist bei diesen Ländern in den vergangenen Jahren durch die Schuldenkrise gewaltig angewachsen. Um wieder zu den führenden Nationen in Europa und der Welt aufzuschließen muss vor allen Dingen in die Rationalisierung von Betriebsabläufen und in Maschinenausrüstungen investiert werden. Das Wirtschaftswachstum, das zum Stillstand geworden ist, zeigt Tendenzen, dass sich die Wirtschaft wieder mit kleinen Schritten belebt. Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet diese Bewegungen in den Ländern mit großer Aufmerksamkeit. Aber an eine generelle stabile Erholung ist noch nicht zu denken. Der Prozess der Belebung muss auf breiter Front sichtbar sein, damit die EZB irgendeinen gearteten Handlungsbedarf, auch nur im Ansatz sieht.

US-Erholung nur Strohfeuer

Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) haben im letzten Quartal des vergangenen Jahres eine erfolgreiche Tendenz erkennen lassen. Das Wirtschaftswachstum konnte sich zusehends verbessern, die Arbeitslosenzahlen gingen ebenfalls zurück. Der Konsum die große Stärke der amerikanischen Wirtschaft stieg prosperierend an und füllte die Kassen im Einzelhandel. Jetzt mehren sich die Anzeichen, dass dies alles nur ein Strohfeuer war, da der Erholung der Wirtschaft keine Nachhaltigkeit folgte. Ökonomisch bedeutet dies, dass die amerikanische Federal Reservebank (Fed) in der kommenden Woche keinen Handlungsbedarf sieht erneut an der Zinsschraube zu drehen. Die neu inthronisierte Präsidentin steht vor der ersten Nagelprobe, welchen Weg sie der größten Volkswirtschaft der Welt vorgeben wird. Die Washingtoner Regierung setzt große Hoffnungen auf das Handelsabkommen mit der Europäischen Union (EU). Dieses Bündnis würde die ganze Welt befruchten und zu einem voluminösen Wachstum und Wohlstand verhelfen.

Anstieg der Arbeitslosen in der Schweiz

Die schweizerische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr trotz der starken Franken – Währung energisch gewachsen. Dies ist nicht zuletzt den hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern in den Unternehmen zu verdanken. Gerade in der Paradedisziplin wie Feinmechanik und Maschinen – Ausrüstungen zählen die Eidgenossen zu den weltweit erfolgreichen Firmen. Trotz dieser Erfolgszahlen, ist die Zahl der Arbeitslosen leicht angestiegen. Wenn dieser Wert für die übrigen europäischen Staaten auch nur marginal erscheint, ist es doch für die Schweiz ein ernüchternder Anstieg. Das Alpenland leidet zunehmend unter dem Zuzug von Migranten, welche teilweise eine bescheidene Ausbildung haben und in den Arbeitsprozess nur unter schwierigen Bedingungen einzugliedern sind. Abhilfe soll durch Sprach- und Bildungsmaßnahmen erreicht werden. Die Schweiz geht auch hier den teilweise steinigen Weg, wie die anderen europäischen Staaten.

© Global Research Institute – Gartner (GRIG)

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