Weitere Zinssenkung der EZB möglich * Schweizer Abzocker-Initiative vor der Nagelprobe * Berner Politiker denken über EU-Beitritt nach
Weitere Zinssenkung der EZB möglich
Deutschland ist auf einem zurückhaltenden Wachstumskurs. Auch für das Jahr 2014 kann das Bruttosozialprodukt leicht ansteigen. Aber es gibt auch einige Sorgen in der Industrie. Die Auftragsbücher sind noch gefüllt, aber es fehlen die Anschlussaufträge. Der Konsum ist zu einer Stärke der Wirtschaft geworden. Die Deutschen geben viel Geld für Wohnungen und die Restaurierung ihrer eigenen vier Wände aus. Nach wie vor wird in die Reduzierung der Energiekosten investiert. Dies bedeutet einesteils die Solar- als auch Dämmtechnik weiter aufzurüsten. Das bringt die Handwerker zu weiteren Aufträgen und auch die Einstellung von zusätzlichen Arbeitskräften. Zudem belässt die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen weiter auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Diese flankierende Maßnahme befeuert die Industrie und auch das Konsumverhalten der Bevölkerung. Sparer jedoch sind mit diesem Zustand unzufrieden, da sie für ihre Anlagen geringe Zinsen erhalten. Es könnte durchaus sein, dass auf der nächsten Sitzung der EZB, aufgrund der schwachen Konjunktur innerhalb Europas, die Zinsen nochmals gesenkt werden. Eine weitere Senkung könnte auch in eine Deflation umschlagen, da die Verbraucher mit weiteren rückläufigen Preisen rechnen.
Schweizer Abzocker-Initiative vor der Nagelprobe
Die Schweiz ist für die kommenden Aktionärsversammlungen gut vorbereitet. Die Anteilshaber von Aktiengesellschaften können über die überzogenen Vergütungen und Boni der Manager nunmehr entscheiden. Dies hat die Abzocker – Initiative, die in der Schweiz bei der Abstimmung eine große Mehrheit fand, möglich gemacht. Die Generalversammlung wählt das Präsidium, die Verwaltungsräte, den Vergütungsausschuss sowie die unabhängigen Stimmrechtsvertreter einzeln jeweils für ein Jahr. Durch diese Bestimmung ermöglicht es den Aktionären ein differenziertes Abstimmverhalten. Sie können durchaus Punkte setzen, falls Bonus, wie in früheren Zeiten, einfach durch gewunken wurden. Das Hauptanliegen der Abzocker – Initiative ist damit in weiten Teilen erfüllt worden. Ob es zu großen Turbulenzen bei Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften kommt bleibt daher abzuwarten, da die Nagelprobe erst in den kommenden Wochen sichtbar wird. Entscheidend wird sein, dass ein neuer Prozess und ein neues Bewusstsein in den Versammlungen in Gang gesetzt wurde. Die Kleinaktionäre, spielen in der Schweiz eine wichtige Rolle spielen. Ein Großteil der Bevölkerung ist in Aktien engagiert und geht daher zukünftig mit großen Erwartungen zu den Hauptversammlungen.
Berner Politiker denken über EU-Beitritt nach
Bei den Sitzungen der Europäischen Union (EU) in Brüssel sitzt die Schweiz nach wie vor am Katzentisch. Diese Nebenrolle gefällt vielen Politikern nicht besonders. Sie sehen mehr Vorteile in einem Beitritt in die EU als nur in einem Rahmenabkommen, das derzeit vorbereitet wird. In diesem Abkommen ist der Einfluss auf Gesetzgebungen sowie Verordnungen nur sehr marginal und für die Eidgenossen nicht besonders attraktiv. Daher gibt es unter den Berner Politikern Bestrebungen, über einen Betritt in die EU nachzudenken. Die Schweiz ist ein bedeutender Partner der Europäer bei den Ein- sowie den Ausfuhren von Produkten. Die starke Franken-Währung hat für die Industrie erhebliche Nachteile, da die hergestellten Produkte teilweise zu teuer im internationalen Markt sind. Im vergangenen Jahr konnte die Wirtschaft dank der Ausfuhren in die EU gewaltig zulegen, aber inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass die Unternehmen im Ausland durch die anhaltende Wirtschaftskrise zurückhaltender bei den Bestellungen sind.
© Global Research Institute – Gartner (GRIG)




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