Das Kerzenlicht im Fenster
Das Kerzenlicht im Fenster
Der Weihnachtsabend rückte immer näher, die Vorbereitungen waren alle getroffen – die Geschenke waren verpackt, das Wohnzimmer weihnachtlich geschmückt und im gesamten Haus war der Duft des Weihnachtsessens gegenwärtig. Anna war von dieser Atmosphäre sehr angetan, freute Sie sich doch bereits seit Langem auf diesen besonderen Abend.
Sie dachte dabei aber nicht nur an sich, sondern auch an ihre Mitmenschen. Sicher steht Weihnachten für Geschenke, aber Anna dachte auch an die Personen, denen es nicht so gut ging. Sie hatte es sich angewöhnt, in der Adventszeit bunte Kerzen in ihr Fenster zu stellen. Der Lichterglanz trug sehr zu dieser weihnachtlichen Stimmung bei.
Anna erlebte einen wundervollen Weihnachtsabend im Kreis ihrer Familie. Das Weihnachtsessen und die Bescherung waren längst vorbei, die Kinder lagen schon zufrieden in Ihren Bettchen, als es plötzlich an der Haustüre klingelte. Anna schaute aus dem Küchenfenster. Vor der Haustüre stand ein junger Mann. Sie ging zur Türe und öffnete. Der junge Mann war ganz durchgefroren und schaute Anna ganz verlegen an.
“Bitte verzeihen Sie, wenn ich störe. Es tut mir wirklich leid. Aber ich habe Ihre wunderbaren Kerzen gesehen und diese schienen mir so einladend, dass ich nicht vorbeigehen konnte. Hätten Sie eine Kleinigkeit für mich zu essen – ein Stück Brot vielleicht?”
Anna war ganz betroffen. Vor ihr stand ein junger Mann, der offensichtlich noch nicht einmal das Nötigste zur Verfügung hatte, während ringsherum alles in Hülle und Fülle vorhanden war. Ihr Gegenüber war in einem erbarmungswürdigen Zustand. So wie es aussah, hatte er noch nicht einmal eine Bleibe für die Nacht. In seinem Gesicht standen Hoffen und Bangen.
Anna bat ihn herein. Sie bereitete ihm ein warmes Essen und versorgte ihn mit warmer Kleidung. Als sie später zusammen am Tisch saßen, sagte er: “Danke, vielen herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme und das Licht im Fenster. Ohne dieses einladende Licht hätte ich es nicht gewagt zu klingeln.”
Ein Jahr ist zwischenzeitlich in´s Land gezogen und Anna freut sich bereits auf das nächste Weihnachten. Doch dieses Jahr ist es anders. An diesem Weihnachtsfest wird ein Gast teilnehmen. Der junge Mann vom letzten Weihnachten hat sich gut entwickelt. Das Erlebnis hat ihm soviel Mut gemacht, dass er bereits eine eigene Wohnung hat und eine Beschäftigung, die ihm viel Freude bereitet.
Anna überlegte: “Wie wenig ist doch nötig, um einen Menschen glücklich zu machen. Eine Kleinigkeit – eine Kerze im Fenster – kann einen Menschen retten.”
Ein Kerzenlicht kann ausreichen, um einen jungen Menschen wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Ein gutes Wort kann bewirken, dass jemand neuen Mut schöpft, der am Boden zerstört ist. Dieser Gedanke soll anstecken und motivieren, keine Hilfestellung für zu klein zu erachten. Es sind nicht immer die großen und teuren Geschenke, die in Erinnerung bleiben. Es zählen die Gaben, die von Herzen kommen.
Am Ende des Jahres bedanken wir uns sehr
für das entgegengebrachte Vertrauen.
Wir wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden
harmonische Weihnachtsfeiertage und besinnliche Stunden.
Für 2014 wünschen wir Ihnen Gesundheit,
unerschöpfliche Energie, Mut, Erfolg und ein Quäntchen Glück.
Wir freuen uns auf ein spannendes und erfolgreiches Jahr mit Ihnen.
Ihr GWF-Team






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