England will den EU-Austritt * Schweiz mit prosperierenden Anzeichen * Russland verschärft Sanktionen
England will den EU-Austritt
England erwägt erneut den Austritt aus der Europäischen Union (EU), um einigen Wählern nach dem Mund zu reden. Der Abschied könnte jedoch für die britische Wirtschaft ein tragisches Ende nehmen. Die Volkswirtschaft auf der Insel hat sich über die Jahre optimal in Europa eingefügt, ebenso das Festland, das von den Exporten erheblich profitiert hat. Bei einem Ausscheiden stehen jedoch erhebliche Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Londoner City ist vor allem die Finanzzentrale Europas, in der große Investments zusammenfügt und zum Abschluss gebracht werden. In Zukunft könnte sich das Zentrum nach Frankfurt und Luxemburg verlagern mit dem Verlust von Fachkräften, die für solche Geldgeschäfte hervorragend ausgebildet sind. Auch die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) könnten davon profitieren. Die Wall Street hat ebenfalls Interesse an künftigen ertragreichen Geschäften und könnte somit den Niedergang der City beschleunigen. Außerdem werden die Automobilhersteller überlegen, ob sie weiter Personenwagen und Ersatzteile in England fabrizieren wollen, denn eine zusätzliche Einfuhrimportsteuer würde das Lohngefälle mehr als belasten. Auf der Insel arbeiten über 450.000 Mitarbeiter in Autofabriken, die somit auf der Straße stehen würden. Für eine souveräne Regierung ist es kein brauchbares Zeichen, wenn permanent Drohungen über das Ausscheiden des eigenen Landes aus der EU ausgeplappert werden. Die Politiker in London spielen mit dem Feuer, obwohl aus Brüssel und besonders auch von Berlin immer wieder beteuert wird, wie wichtig England für die EU ist. Falls das Votum gegen Europa ausfällt, werden sicher viele Arbeitsplätze wegfallen und Entlassungen werden das zukünftige Bild zeichnen, dabei könnten auch soziale Unruhen an der Tagesordnung sein. Den Schaden hätten dann vor allem die Menschen auf der Insel, die um ihren hart erarbeiteten Wohlstand bangen müssen.
Schweiz mit prosperierenden Anzeichen
Durch den verregneten Sommer wird die Touristikbilanz in der Schweiz schlechter ausfallen, als wie in den vergangenen Jahren. Aber nicht nur allein das Wetter ist schuld, sondern auch der starke Franken, der vielen Hotels ein Loch in die Kasse reißt. Die Valuta ist für viele Urlauber zu hoch und sie machen daher einen Umweg in die Euroländer. Die Unternehmen jedoch können im ersten Halbjahr ausgezeichnete Zahlen vorweisen. So hat der private Konsum erheblich zugelegt und die Inlandsnachfrage stimuliert. Die Maschinen- und die Bauindustrie konnten ihre Auftragsbücher kräftig füllen und suchen nach wie vor nach geeigneten Arbeitskräften. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), ein Gradmesser der Wirtschaftsleistung eines Landes, wird für das laufende Jahr auf zwei Prozent prognostiziert. Für das kommende Jahr gibt es ebenfalls prosperierende Anzeichen für einen weiteren Wirtschaftsaufschwung, denn es wird mit einem BIP von 2,5 Prozent gerechnet.
Russland verschärft Sanktionen
Russland will seine Sanktionen gegen den Westen verschärfen. Nach dem Importstopp von Lebensmitteln aus der EU soll zukünftig auch die Automobilindustrie getroffen werden. Die Premiumhersteller aus Deutschland müssten sicher einige leichte Ausfälle hinnehmen. Sie haben zurückliegend erfreulicherweise nur unter fünf Prozent der Exporte in das Riesenland ausgeführt. Von den Sanktionen sollen jedoch Autos westlicher Fabrikate, die in Russlands Fabriken hergestellt werden, nicht betroffen sein. Mit diesen Maßnahmen schadet sich zweifellos Moskau selbst, denn inzwischen haben viele Wirtschaftsaufsteiger westliche Prestige-Autos gekauft, die sie auch in Zukunft fahren wollen.
© Global Research Institute – Gartner (GRIG)



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