Sprechen Sie über Geld – wir verraten Ihnen wie
Deutschland redet nicht gerne über Geld. Erneut fand das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag der comdirect Bank 2010 in einer repräsentativen Studie heraus, was die Deutschen über Geld denken. Wie bereits im Vorjahr zeigt sich, dass die Bundesbürger nach wie vor lieber über Politik, Arbeit oder Beziehungen sprechen, als über Finanzen. Wir möchten nun einige Ergebnisse der Studie 2010 vorstellen und zeigen, wie Sie Geld zum Thema machen.
Fragen kostet nichts

Unser Vorschlag:
Erweitern Sie Ihre Geldkenntnisse, indem Sie sich gezielt in Ihrem Umfeld umhören. Kennt einer Ihrer Arbeitskollegen einen guten Finanzberater? Was tun Ihre Freunde für die Altersvorsorge – und warum? Wie kann sich der Nachbar zweimal im Jahr eine mehrwöchige Urlaubsreise leisten? Womit lässt sich gut Geld sparen? Welche Konsequenzen zieht ihr Umfeld aus der Finanzkrise? Wie handhaben andere ihre Spenden?
Für jede dieser Fragen lässt sich im Alltag leicht ein Aufhänger finden, wie etwa das aktuelle Schreiben der Rentenversicherung, Ihr anstehender Termin mit dem Versicherungsberater, der neu erworbene Wagen der Nachbarn, die erneut gestiegenen Preise des Kiosks oder die neue Werbung einer Spendenorganisation.
Das Thema Einkommen
Studienergebnis: Fast jeder Vierte schwindelt, wenn es um die eigene Finanzlage geht. Erstaunlich dabei: Es wird eher tiefer als höher gestapelt, 
Unser Vorschlag:
Die Deutschen scheuen sich davor, ihre Einkommensverhältnisse mit anderen zu besprechen. Wer viel verdient, hat Angst vor Neidern und wer weniger Geld bekommt, der will keine Mitleidsbekundungen. Um diese Angst zu umgehen, müssen Sie zunächst einmal Gelassenheit lernen bei der Frage „Wer verdient wie viel?“. Eine einfache Taktik dabei: Merzen Sie Ihre eigenen Vorurteile aus.
Schreiben Sie Satzanfänge wie „Leute mit viel Geld sind …“ und „Leute mit wenig Geld sind …“ auf und ergänzen Sie diese mehrmals. Dann suchen Sie gezielt Gegenbeispiele zu den aufgeschriebenen Thesen in Ihrem Umfeld. Letztendlich zwingt Sie natürlich niemand, über Ihr Gehalt zu sprechen. Aber bedenken Sie Folgendes: Wollen Sie Ihren persönlichen Wert wirklich von dem Geld abhängig machen, das Sie verdienen? Oder anders gesagt: Würden Sie nicht gern wissen, warum Kollege Müller offenbar einen so guten Stand beim Chef hat? Fragen Sie ihn (vorausgesetzt, das Verhältnis zueinander ist gut) doch einfach einmal, wie seine Taktik bei der Gehaltsverhandlung aussieht.
Partnerschaft: Unterschiede tun gut

Unser Vorschlag:
Sie und Ihr Partner haben verschiedene Ansichten, wenn es ums Geld geht? Nun, statt den Anderen als Geizkragen oder Verschwender abzustempeln, überlegen Sie sich doch, wo sich diese Verschiedenheit zu Ihrem Vorteil auswirkt:
Sie halten in Ihrer Beziehung das Geld zusammen? Denken Sie doch mal an fünf Situationen, in denen neue Anschaffungen Ihr Leben bereichert haben und danken Sie Ihrem Partner für diese Großzügigkeit. Sie geben in Ihrer Partnerschaft gerne mal das Geld schneller aus der Hand? Überlegen Sie sich fünf Situationen, in denen Sie von der Sparsamkeit Ihres Partners profitiert haben und bedanken Sie sich für diese Umsicht.
Bedenken Sie: Oft liegt Konflikten ums Geld ein ganz anderes Problem zugrunde. Beispielsweise geht es im Grunde darum, wessen Bedürfnisse denn nun Vorrang haben. Betrachten Sie Ihre Streitigkeiten mal von einem neutralen Standpunkt aus und überlegen Sie, was wirklich hinter dem Streit um den zu teuren Wagen (z.B. Sie mögen kein so großes Auto) oder das Monatsbudget (z.B. Sie halten die Verteilung der Haushaltsaufgaben für ungerecht) steckt.
Abschließend sollten Sie dennoch beim Thema Finanzen eins bedenken: Ratschläge von Familie, Freunden und Kollegen können nie die Hilfe eines Fachmannes ersetzen. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten, aber zögern Sie im Zweifel nicht, einen Experten zu Rate zu ziehen.
In unserem Newsletter zeigen wir Ihnen gerne Möglichkeiten auf, mit denen Sie das Beste aus Ihrem Geld herausholen:


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