Das große Unvermögen – warum es wichtig ist, über Geld zu reden
Die Bilanz der Deutschen ist erschreckend: Über Geld reden wir nicht, unsere Altersvorsorge überlassen wir Geschäftemachern, mehr als 60 Prozent der Bundesbürger interessieren sich nicht für Finanzthemen und neun von zehn Familien sind völlig falsch versichert. Das große Unvermögen, nennt Marc Brost, Wirtschaftsredakteur der Wochenzeitung Die Zeit in seinem gleichnamigen Buch das Kind beim Namen.

Die Fallen des falschen Umgangs mit dem Geld erläutert Herr Brost folgendermaßen: „Grundsätzlich ist ein Kredit ja nichts Schlechtes. Ist zum Beispiel unbedingt ein Auto nötig, um zur Arbeit zu kommen, ist es sinnvoll, dieses Auto über einen Kredit zu finanzieren. Denn mit dem Geld, das die Arbeit einbringt, können Sie den Kredit wieder zurückzahlen. Das Problem ist doch, dass die Bank oder der Autohändler, der Ihnen anbietet, das Auto über einen billigen Ratenkredit zu finanzieren, nicht erzählt, was als Gesamtsumme am Ende herauskommt. Der lockt nur mit kleinen Raten. Und weil wir uns nicht trauen nachzufragen, unterschreiben wir etwas, was wir uns am Ende nicht leisten können.“
Wer sich aber nicht informiert, der kann auch nicht nachfragen. Wer sich nicht mit Geld beschäftigt, der steht am Ende ohne da! Gerade in der heutigen Zeit ist es enorm wichtig geworden, sich mit dem Thema Geld zu befassen – welche Anlagemöglichkeiten gibt es, wo kann eingespart werden, welche Finanzierung ist sinnvoll? Das Stichwort hierzu: Private Vorsorge. „Private Vorsorge ist ein schreckliches Wort, aber meint einfach, dass ich in der Lage bin, meine Finanzen so zu managen, dass ich im Alter so viel habe, wie ich haben möchte – nicht weniger“, erklärt Herr Brost.
Doch nur wer mit Geld umgehen kann, der hat eine Chance, dieses Ziel zu erreichen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber: Wer sich mit dem 
Das bedeutet, es ist höchste Zeit, sich mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Unabhängige Finanzberater können wichtige Hilfestellungen liefern, da sie nicht an einzelne Produktgeber wie Banken oder Versicherungen gebunden sind. Nur wer jetzt aktiv wird und das große Tabu bricht, der kann etwas für seine Zukunft und die seiner Kinder tun.
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