Hohe Rendite für mehr Sicherheit im Rentenalter

Die Deutschen wollen Sicherheit. Aktien bedeuten für den “Otto-Normal-Verbraucher” aber immer nur eines: Risiken. Gerade diese wollen die Bundesbürger aber nicht eingehen, wie jetzt das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in der aktuellen Entwicklung des direkten und indirekten (Investmentfonds) Aktienbesitzes im zweiten Halbjahr 2010 zeigt.

Entwicklung der Aktionärszahlen in Deutschland

Entwicklung der Aktionärszahlen in Deutschland Quelle: DAI

Demnach sank die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfondsanteilen um fast eine halbe Million von 8,8 Millionen Bundesbürgern in 2009 auf 8,2 Millionen in 2010. Das entspricht 12,6 Prozent der Bevölkerung. Was auf den ersten Blick wenig spektakulär erscheint, wird für Experten zum Alarmsignal, wenn man die Zahlen von 2001 betrachtet: Da investierten noch 12,9 Millionen Bürger direkt oder indirekt in Dividendenwerte. Insgesamt bedeutet dieser Rückgang also ein Minus von 36 Prozent gegenüber Ende 2001.

Warum das so dramatisch ist? Nun, die Wirtschaftskrise hat ihre Spuren in den Köpfen der Bevölkerung hinterlassen. Gerade jüngere Bundesbürger und hier besonders Berufsanfänger, haben das Vertrauen in den klassischen Aktienfonds verloren. So geht im Vergleich zu Mischfonds die Anfrage nach Aktienfonds immer mehr zurück. Genau dies kann aber zu einer fatalen Fehlkalkulation im Alter führen, wenn man sich vor Augen hält, dass die Sicherheit eines kurzfristig wenig schwankenden defensiven Investments immer auch langfristig die Sicherheit bedeutet, ein angemessenes Versorgungsniveau zu verfehlen. Im Klartext: Um langfristig ein angemessenes Vorsorgekapital anzusparen, braucht es renditestarke Kapitalanlagen wie Aktienfonds.

Der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) bestätigte diese These gerade auf seiner Jahrespressekonferenz mit einer Ermittlung der jahresdurchschnittlichen Wertentwicklung von Aktienfondssparplänen über einen Zeitraum von 30 Jahren. So lag der Mittelwert aller im BVI abgeschlossenen Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Deutschland bei beachtlichen 7,5 Prozent pro Jahr – unter Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags und aller Fondskosten.

Diese Auswertung gewinnt vor allem an Beachtung unter dem Hinweis, dass unterschiedliche Renditehöhen einen dramatischen Einfluss auf das Endergebnis von Sparplänen mit anschließender Verrentung haben. Ob das angesparte Vorsorgekapital also sechs Jahre nach Rentenantritt aufgebraucht ist oder für einen beruhigten Lebensabend ausreicht, entscheidet sich bereits an der Startlinie.

Eine ausreichende Absicherung fürs Alter gewinnt immer mehr an Wichtigkeit, gerade weil sich die Altersstruktur in Deutschland dramatisch verändert: So finanzierten 2005 noch rund 3,2 Erwerbstätige einen Rentner, wohingegen sich 2050 nur noch rund 1,8 Erwerbstätige diese Last teilen. Besonders junge Arbeitnehmer erhalten somit nur dann eine Chance auf ausreichendes zusätzliches Versorgungskapital, wenn sie auf eine ertragsstarke Anlageklasse setzen.

Abschließend lässt sich also feststellen, dass Aktienfonds unbeschadet größerer Schwankungen eine Verpflichtung für die Altersvorsorge bilden. Dazu muss dem Vertrauensverlust in Aktien als Vermögensbaustein aktiv entgegengewirkt werden.

Gerne stehen wir Ihnen für Rückfragen und weitere Informationen über Aktien als Anlageform zur Verfügung. Füllen Sie einfach das untenstehende Formular aus und schicken Sie uns Ihre Anfrage zu.

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