Zeitbombe Staatsverschuldung – Auf Griechenland folgt die Welt

Es war für Viele die Schockmeldung des letzten Jahres: Griechenland ist pleite. Doch damit nicht genug, im November 2010 musste auch Irland eingestehen, dass es mit seinen Finanzen am Ende war. Die nächsten „Pleitegeier“ in Europa stehen 2011 bereits an: Spanien und Portugal.

Nun müssen als Folge halbwegs gesunde Euronationen wie etwa Deutschland über Staatsgarantien und Rettungsschirm denjenigen zur Hilfe eilen, die ihrem Schuldenberg nicht mehr alleine Herr werden. Dabei sieht die Lage in diesen Ländern nur geringfügig besser aus. „Wer rettet die Retter?“  – eine Frage, die sich immer mehr Experten stellen.

In Europa versucht derzeit die Europäische Zentralbank (EZB) den Markt zu stützen, indem sie die Anleihen kippender Euroschuldner aufkauft. In den USA sieht die Lage nicht besser aus: 13,6 Billionen Dollar hat die einstige Wirtschaftsmacht inzwischen angesammelt. Und auch dort kauft die Notenbank Fed die Schuldscheine der führenden Wirtschaftsnation auf. Von Sparplänen will aber niemand etwas hören, im Gegenteil, verschiedene Wirtschaftselitäre fordern weitere Ausgaben, um die Wirtschaft zu stimulieren.

Die Schulden Uhr "World Dept Clock" zählt sekündlich den Schuldenstand wichtiger Nationen im Verhältnis zu deren Wirtschaftsleistung Quelle: www.usdeptclock.org

Ein genau umgekehrter Trend geht dagegen gerade in China vonstatten: Die Volksrepublik sitzt auf einer der größten Währungs- und Rohstoffschatzkisten der Welt und protzt derzeit nur so mit einem enormen Wirtschaftswachstum. Ähnlich sieht es in Südamerika aus und selbst die afrikanischen Staaten besinnen sich auf ihre Stärken und zeigen derzeit in der Wirtschaft der westlichen Welt, was eine Harke ist.

Die Folgen der enormen weltweiten Staatsverschuldung sieht man auch bereits in Deutschland: Die Inflation zieht bedenklich an. So meldete die EZB Anfang Januar einen Anstieg der Inflationsrate im Dezember 2010 auf 2,2 Prozent – der höchste Stand seit Oktober 2008. Experten sehen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht und halten sogar einen Anstieg auf 4 Prozent in den nächsten Jahren für durchaus realistisch. Es wird also Zeit, sich auf den Ernstfall vorzubereiten und jetzt vorzusorgen.

Quelle: IWF

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1 Kommentar
  1. ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΣ
    ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΣ sagte:

    Das griechische Schuldproblem ist kein Wirtschaftsproblem…

    …es ist ein Problem der Justiz.

    Mutige Richter braucht Griechenland, damit es sich selbst retten kann
    …keine fähigen Politiker.

    Heute haben all diese hinterlistigen Personen, welche durch Korruption reich geworden sind, den Griechen eine Wirtschafts“logik“ —und deren Methoden zur Lösung von Finanzproblemen— aufgebrummt, um sie fern von der realistischen —und für sie vorteilhaften— Lösung zu halten. Die Denkweise der Griechen wird von all denen in solche Richtungen gelenkt, welche Verlängerungen der Rückzahlungsfristen, Minderungen der Zinssätze oder eine Rückkehr zur Drachme —und allerlei derartige „Wirtschaftsmedizin“— als Lösungen des Problems erscheinen lassen. All dies ist falsch. Warum? Da alles von einem falschen „Ausgangspunkt“ abgeleitet wird. All dies gilt —und nur dann erst— wenn die Schulden real sind …Nur dann, wenn die Verschuldung legitim ist und der Kreditnehmer also legitim damit belastet wird. Aber ist dies hier der Fall? Sind die griechischen Schulden legal? Nun, wie kann eigentlich dieses Schuldproblem, dessen Legitimität infrage gestellt werden muss, da es infolge der Korruption der Politiker entstanden ist, von den Politikern selbst gelöst werden?

    Die Wahrheit, die von den Zinswucherern —die den gesamten Planeten und nicht nur Griechenland verwüsten— geheim gehalten wird, soll endlich an die Oberfläche kommen. Es kann nicht sein, dass ein echter Scheißer, wie Dominique Strauss-Kahn einer ist, eines der brillantesten Völker der Geschichte der Menschheit ohne jede Reaktion verleumden und beleidigen kann. Es kann nicht sein, dass ein solcher Müll —wie er einer ist— lauter als die Stimme eines ganzen Volkes „dröhnt“. Die Griechen haben die Macht dieses „Informationsembargo“ zu brechen und an ihr Recht zu gelangen …Das Recht, das sie retten wird …Der Kampf ist mittlerweile kein „überflüssiger Spaß“ mehr, sondern er ist zu einer Notwendigkeit geworden.

    weiterlesen… http://eamb-ydrohoos.blogspot.com/2011/04/ich-gehe-nicht-weg-vom-obersten.html

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