Wohnimmobilien – Abzocke oder sichere Investition?

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© Andrey Armyagov – 123RF

In Zeiten einer immer weiter steigenden Inflationsrate raten Experten zur Investition in Sachwerte wie Aktien, Rohstoffe, Edelmetalle und Immobilien. Besonders Wohnimmobilien also vermietete Eigentumswohnungen gelten als attraktiv, da sie vor allem durch Wertstabilität punkten. Während Anleger von Aktien, Anleihen und Rohstoffen in den vergangenen drei Jahren bedingt durch die Finanzkrise extreme Turbulenzen hinnehmen mussten, bieten Wohnimmobilien eine deutliche attraktive und vor allem konstante Rendite. So liegt die durchschnittliche Renditeerwartung bei 4,5 bis 6 Prozent.

Doch der Immobilienkauf hat auch seine Schattenseiten. So stiegen die Preise fürs Eigentumswohnungen in den letzten drei Jahren dramatisch – vor allem in den beliebten Vierteln einiger Großstädte ist der Markt mittlerweile leer gefegt. Top-Adressen wie in Kampen auf Sylt oder an der Hamburger Außenalster sind aufgrund der astronomischen Preise (35.000 Euro bzw. 16.000 Euro pro Quadratmeter) mittlerweile unerschwinglich geworden.

Doch auch bei vermeintlichen Schnäppchen gilt es unbedingt, auf die Preise zu achten. In Berlin ist beispielsweise der Prenzlauer Berg völlig überteuert, in Hamburg findet man selbst in unbeliebten Lagen für vermietete Eigentumswohnungen kaum ein Angebot unterhalb der 20-fachen Jahresmiete. Besonders in ostdeutschen Städten bieten Bauträger die Immobilien oft zu astronomischen Preisen an. So warnt der Anlegerschutz-Anwalt Manfred Resch im Finanzmagazin Procontra: „Wer jetzt auf den derzeitigen Hype aufspringt, der läuft Gefahr, bei einem späteren Wiederverkauf Verluste einzufahren.“

Quelle: ifs Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen

Ebenfalls problematisch können bei vermieteten Eigenheimen auch die laufenden Kosten, Hausgeld und Instandhaltungsinvestitionen werden. Vor allem, weil die Hausverwaltung hier durch Gutachten dem einzelnen Eigentümer schwer zusetzen könnten.

So erklärt Norbert Deul vom Verein Hausgeld-Vergleich e. V. ebenfalls in Procontra: „Eine Mehrheit von 75 Prozent kann jetzt einem einzelnen Eigentümer oder der Minderheitengruppe etwa die Kosten der Balkon- oder Dachsanierung allein auflasten, obwohl jahrelang in die gemeinsame Kasse dafür eingezahlt wurde.“ Zudem schoss auch das monatlich zu entrichtende Hausgeld durch steigende Energiepreise enorm in die Höhe.

Trotz der Risiken raten aber selbst Skeptiker nicht komplett vom Kauf einer Eigentumswohnung ab. Allerdings sollte man vorher die Kosten und Risiken genau prüfen und abwägen, dazu zählt auch das Lesen der Protokolle der Eigentümerversammlung  sowie das Heranziehen von Vergleichszahlen.

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