Deutschland größter Importeur * China setzt auf höhere Qualität * Griechenland erwartet Zahlungen
Deutschland größter Importeur
Deutschland ist der größte Importeur an Waren und Dienstleistungen aus den Ländern der Europäischen Union (EU). Als Wirtschaftslokomotive zieht sie die anderen Staaten mit ihren schwachen Volkswirtschaften mit. Mit einem kolossalen Volumen von 600 Milliarden Euro unterstützen sie auch die Firmen im Ausland, die mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Der Wert der eingeführten Waren ist mehr als doppelt so hoch, wie der von Großbritannien. Die gigantischen Einfuhren kann Deutschland nur deshalb bewerkstelligen, weil auch der Export von Gütern nach den anderen Ländern hervorragend läuft. Aber auch ein Großteil der exportierten Erzeugnisse wurde zuerst nach Deutschland als Vorprodukt importiert, dort veredelt und dann wieder ausgeführt. Auch auf die Weise wird den anderen EU-Ländern eine Plattform geboten, ihre hergestellten Waren an Deutschland zu verkaufen. Würden für die deutschen Unternehmen die Exporte wegbrechen, wäre dies auch für die Importeure ein erheblicher Nachteil, denn sie würden auf ihren Produkten sitzen bleiben. Dadurch werden Arbeitsplätze und die Steuereinnahmen in dem jeweiligen Land zunehmend bedroht. Die deutschen Firmen, die im globalen Welthandel eine kapitale Rolle spielen, dürfen deshalb ihre gewonnene Position nicht leichtfertig verschenken, sonst gefährden sie damit auch nicht nur die einheimische Volkswirtschaft, sondern auch die der anderen europäischen Staaten. Die Kritik an Deutschland, als größte Volkswirtschaft innerhalb der EU, die Exporte zu drosseln, wäre deshalb das falsche Signal und würde zu gegenläufigen Entwicklungen bei den Unternehmen führen.
China setzt auf höhere Qualität
Mit Billigprodukten ist langfristig ein hohes Wachstum nicht möglich. Dieses Phänomen hat inzwischen China erkannt und baut die Produktions-Strukturen im Land um. Besonders wollen die Unternehmen in den Bereich der höheren Qualität einsteigen und mit den anderen westlichen Unternehmen im Wettbewerb stehen. Die Umstellung wird von der Pekinger Regierung getragen, die auch die Unternehmen dazu mit Geldmitteln unterstützt. Dazu sollen die Banken lockerer bei der Geldvergabe werden, um das Projekt der Erneuerung am Leben zu erhalten. Das Reich der Mitte hat ein ambitioniertes Wachstumsziel für 2014 von über 7,5 Prozent ausgegeben, dazu nimmt man auch in Kauf, dass die Schulden im Staatshaushalt anwachsen. Die Chinesen haben erkannt, dass auch die breite Masse der Bevölkerung am wachsenden Wohlstand teilhaben soll. Auch die exportorientierten Länder haben ein kapitales Interesse, dass China wieder in die Spur kommt, um weitere Wachstumsimpulse für die globale Wirtschaft zu erhalten.
Griechenland erwartet Zahlungen
Griechenland hat weiter größere Geldsorgen. Die Anträge für eine künftige Unterstützung des desolaten Haushalts sind bereits in Brüssel vorgetragen. Die Athener Regierung erwartet jedoch, dass die Zahlungen ohne weitere massive Reformauflagen erfolgen sollen. So kurz vor den Europawahlen wären erhöhte Hindernisse bei der aufgewühlten Bevölkerung nicht durchsetzbar. Es besteht auch die Befürchtung, dass radikale poltische Kräfte die Oberhand erhalten könnten. Die wäre eine deutliche Gefährdung für die wirtschaftliche Erholung der Hellenen. Denkbar sind Verlängerungen der Laufzeiten der bisherigen Kredite. Auch eine Senkung der Zinsen wäre eine Variante, um mehr Bewegungsfreiheit zu erhalten. Dies würde auch bedeuten, dass der Zugang zum Kapitalmarkt für Griechenland zukünftig weniger problematisch werden wird.
© Global Research Institute – Gartner (GRIG)



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